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"Norddeutsche Landschaftsräume"
Weite, Licht und die langsame Klarheit norddeutscher Räume, wie ich sie erlebe
Die norddeutsche Landschaft prägt meine Wahrnehmung und meine Malerei. Weite, horizontale Linien und das wechselnde Licht bilden den Kern dieser Arbeiten. Mich inspiriert dabei nicht die genaue topografische Wiedergabe, sondern die atmosphärische Qualität eines Augenblicks: Stille, Weite und die Klarheit, die sich erst langsam erschließt. Zwischen Küste, Marsch und Binnenland entstehen Bilder, die sowohl konkrete Orte als auch empfundene Räume zeigen. Jede dieser Arbeiten ist für mich ein Versuch, Landschaft als Zustand zu begreifen. Die Malerei der norddeutschen Landschaft lebt von Stille, Weite und der präzisen Wahrnehmung eines subtilen Lichts.
In diesem Motiv bilde ich die Zerbrechlichkeit der Küste vorrangig ab. Die Abbruchkante ist eine Grenze zwischen Halt und Wandel. Das Licht öffnet den Raum nach hinten. Das vertikale Motiv der Steilküste durchbricht die bisher dominante horizontale Struktur. Der spannungsreiche Dialog zwischen Form und Erosion verweist auf geologische Zeit.
Hier arbeite ich mit der markanten Figur des Ehrenmals Laboe als räumlichem Orientierungspunkt. Mich interessiert nicht das Monument, sondern seine Wirkung im Raum. Für mich entsteht ein Dialog zwischen Landschaft und Form. Der monumentale Baukörper verbindet Landschaft, Geschichte und kulturelle Identität. Die reduzierte Formensprache setzt auf strukturelle Klarheit und räumliche Konzentration.


