Portfolio

Meine Auswahl von zwölf Arbeiten


Diese Auswahl zeigt zentrale Aspekte meines künstlerischen Arbeitens: Landschaft und Atmosphäre, symbolische Verdichtungen und gesellschaftliche Reflexion. Die Werke stammen aus unterschiedlichen Werkgruppen, sind aber durch meine Wahrnehmung, meinen Blick und meine Art zu malen miteinander verbunden. Weitere Arbeiten sind hier abrufbar.




 1. Seenebel (2016)

In diesem Bild interessiert mich der Moment, in dem der Nebel die Landschaft auflöst. Formen verschwimmen, Horizonte verschwinden – und genau in diesem Schwebezustand entsteht für mich ein eigener Raum. Ich male hier die Spannung zwischen Sichtbarkeit und dem, was sich entzieht.

Dunkler Tag mit einer Hügellandschaft  und einem Wolkenband. Auf dem Hügel ein Knick.

2. Wolkenband über Brügge (2016)

Hier fasziniert mich die horizontale Spannung zwischen dem schweren Wolkenzug und der ruhigen Landschaft darunter. Das Bild entsteht für mich aus dem Wechselspiel von Licht und Wetter. Ich male den Moment, in dem sich der Himmel verdichtet. Die Komposition basiert auf der klaren Zweiteilung zwischen Erdzone und atmosphärischem Raum.


Eine Flusslandschaft, der im Ebbstrom liegt. Ein schlamiger von Furchen durchzogener Ufersaum dominiert das Bild. Dort führen zwei Stege ins Nichts und warten auf die Flut.

3. Eiderblick / Eidermündung Tönning (2019)

Dieser Blick lebt für mich von der Weite und der ruhigen Offenheit der Landschaft. Der Horizont verbindet die Elemente zu einem großen, stillen Raum. Ich male hier die Klarheit, die im Minimalen liegt.


Eine Winterlandschaft mit verschneitem Weg, der auf eine Hügelkette zuläuft. Der danebenliegende Bach ist von winterlichem Schilfgras gesäumt.

 4. Winterlich entlang der Kuhfurtsau (2016)

 Im Winter verdichten sich Formen zu Linien und Flächen. Die Reduktion des Farbtons führt zu einer grafischen Klarheit, die ich malerisch untersuche. Das Bild entsteht für mich aus Ruhe und Konzentration.

Farbenfrohes pointillistisches Gemälde einer Hafenszene mit Booten, Gebäuden und einer Windmühle.

5. Hafenansicht Laboe (2025)
Mich interessiert in diesem Motiv die Spannung zwischen Struktur und Atmosphäre. Der Hafenraum trägt einen Rhythmus, der sich in den Linien und Flächen widerspiegelt. Für mich entsteht hier eine stille Dynamik.


6. Steilküste bei Heiligendamm (2021)
 
Die Abbruchkante der Küste erzählt für mich von Wandel und Verletzlichkeit. Ich wollte diesen Moment festhalten, in dem sich Körper und Raum öffnen. Das Licht hält die Komposition zusammen und öffnet sie zugleich.


Bunter Spachtelauftrag der eine Explosion andeutet.

 7. Urknall (2025)

Dieses Bild entsteht aus der Idee von Energie und Aufbruch. Der impulsive Farbauftrag trägt die Bewegung eines Anfangs in sich. Für mich ist es ein Bild über Verdichtung und Entladung.

Bunter Spachtelauftrag in dem zwei schwebende Menschen sich der hellsten Stelle in der Mitte nähern.

8. Himmelfahrt (2025)

Hier interessiert mich die Vertikalität – das Emporsteigen, das Suchen, die Bewegung nach oben. Linien und Flächen arbeiten gegen die Schwerkraft. Für mich ist es ein Bild letzter Ausrichtung.

Baumreihe im Übergang von Dämerung zur Nacht. Gespenstische Atmosphäre.

9. Nach der Dämmerung die Nacht (2025)

Ich widme mich hier den Moment, in dem Licht sich zurückzieht und der Raum in eine andere Stimmung übergeht. Die Übergänge sind weich, aber voller Spannung. Für mich entsteht ein stiller, introspektiver Zustand.

Monochromes Gemälde eines schwankenden Seemanns auf dem Kai. Sein Schiff ist vom Nebel umhüllt.  Helle Töne mit dunkler Figur.

 10. Seegang (2025)

“Seegang” ist eine malerische Verdichtung von Bewegung, Abschied und innerer Spannung. Maritime Elemente verschmelzen zu einem Bildraum, der zwischen Orientierung und Auflösung changiert.



An einer Wand mit Klebeband befestigte Birkenstock-Sandale, blaue Riemen und hellbraunes Fußbett, auf beigem Grund. Ein Aktenzeichen des BGH als Tag.

11. Doch Kunst (2025)

Das Werk „Doch Kunst“ reflektiert ironisch den Streit um Urheberrecht, Markt und die Definition von Kunst. Eine einzelne Birkenstock-Sandale, angelehnt an Maurizio Cattelans geklebte Banane, wird zum Symbol für die Absurdität juristischer und ökonomischer Zuschreibungen. Die Arbeit fragt: Wann wird etwas zur Kunst – durch Idee, Kontext oder Legitimation?

Tanzende, unbekümmerte Menschen vor einer grellen Feuerbrunst im Hintergrund. Nur einige scheinen sorgenvoll

 12. Wegschauen (2025)

In diesem Werk beschäftige ich mich mit der Spannung zwischen Wahrnehmung und Verdrängung. Ich löse das Motiv aus jeder Narration und verdichte es zu einem klaren Zeichen. Für mich entsteht ein Bild über Verantwortung und Distanz in Zeiten des Klimawandels. Bewegung und Auflösung, Farbe und Fragilität verbinden sich zu einem Bild existenzieller Unruhe.