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"Existenz und Symbolik"

Innere Räume, Schichtungen und Fragmente, die für mich zu Bildern existenzieller Erfahrung werden


In dieser Werkgruppe entferne ich mich von der konkreten Landschaft und arbeite stärker mit Reduktion, Symbolen und strukturellen Formen. Linien, Risse, Schichtungen und Farbfelder werden zu Trägern innerer Themen: Erinnerung, Verletzlichkeit, Übergänge. Ich suche hier nach einer Bildsprache, die weniger beschreibt als andeutet – und dabei offen genug bleibt, um Raum für Deutung zu lassen. Diese Arbeiten entstehen aus einem Bedürfnis heraus, innere Räume sichtbar zu machen, ohne sie zu benennen. Arbeiten an der Schnittstelle von Abstraktion und Verdichtung. Es geht es um Werden, Vergehen, Transformation und die Fragilität menschlicher Existenz. Symbole, Strukturen und Farbenergien schaffen Bildwelten jenseits der sichtbaren Oberfläche, in denen das Unsichtbare seinen Raum hat.

Bunter Spachtelauftrag der eine Explosion andeutet.
Bunter Spachtelauftrag einer paradiesischen Gartenlandschaft in die ein erster Schatten fällt.
Bunter Spachtelauftrag in dem zwei schwebende Menschen sich der hellsten Stelle in der Mitte nähern.

Triptychon „Werden und Vergehen“ umfasst drei abstrakte Arbeiten, die zentrale Zustände menschlicher Existenz reflektieren. Die Werke kreisen um das Unsagbare zwischen Anfang und Ende. Gemeinsam erzeugen die drei Werke eine visuelle Meditation über das zyklische Prinzip des Seins, wobei die Bildsprache bewusst offenbleibt – zwischen Abstraktion und Symbolik.

Baumreihe im Übergang von Dämerung zur Nacht. Gespenstische Atmosphäre.

Das Werk thematisiert den Moment, in dem das Licht verschwindet. Übergänge, Unschärfe und Verdichtung stehen im Mittelpunkt. Für mich ist dies ein stiller, introspektiver Raum. Die Farbgebung öffnet Raum zwischen Anziehung und Unruhe, als läge ein unausgesprochenes Geheimnis in der Luft. Das Bild berührt eine archaische Angst vor dem Nicht-Erkennbaren – und zugleich die Faszination für die Tiefe der Nacht.

Ein energiegeladener Himmel über einer Dorfsilhouette, die auf einer Anhöhe hinter einer magischen Wiesen- und Grabenlandschaft erscheint.

Die dramatische Himmelsbewegung trägt dieses Motiv. Wetter und Landschaft laden sich gegenseitig auf: ein Moment atmosphärischer Intensität. Es dominiert der gestische Farbauftrag, der Himmel und Landschaft in ein dynamisches Spannungsverhältnis bringt. Die vertikal herabziehenden Bewegungen des Himmels erzeugen eine dramatische Sogwirkung, während die dunkle Silhouette der Häuserzeile einen stabilisierenden Horizont bildet. Das Werk bildet für mich eine expressionistische, fast eruptive Bildsprache aus.

Eine winterliche, teils schneebedeckte Hügellandschaft, die konturenhaft mit wenigen Farben und offenen Pinselstrichen dargestellt ist und einen tifen Blick erlaubt.

Die reduzierte Winterlandschaft eröffnet eine klare Linie und eine ruhige Fläche. Ich male hier eine zurückgenommene Welt. Die Einfachheit ist für mich das Starke. Die Landschaft wird hier in ein rhythmisiertes, fast grafisches Liniengefüge überführt. Die breiten Pinselzüge folgen der Topografie, lösen sich jedoch zugleich von ihr und strukturieren den Raum in abstrahierte Segmente aus Fläche und Bewegung.  Ich überführe das Eidertal als Motiv in eine freie, malerische Sprache.

Monochromes Gemälde eines schwankenden Seemanns auf dem Kai. Sein Schiff ist vom Nebel umhüllt.  Helle Töne mit dunkler Figur.

“Seegang” erzählt malerisch von Bewegung, Abschied und innerer Spannung. Maritime Elemente verschmelzen zu einem Bildraum, der zwischen Orientierung und Auflösung changiert.